Ambulante Kinder- und Jugendhilfe

Die Ambulanten Hilfen haben sich aus dem betreuten Wohnen und der Nachbetreuung von jungen Menschen der stationären Einrichtungen der Louisenstift gGmbH entwickelt. Zusätzlich wurden mehr und mehr Jugendliche betreut, die zwar in ihrem Elternhaus lebten, aber Hilfe bei der Bewältigung konfliktbehafteter Lebenssituationen benötigten. Parallel zu dieser Entwicklung sind seit 1999 Mitarbeiter/-innen in der sozialpädagogischen Familienhilfe tätig und mobil unterwegs.

1. Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH)

Arbeitsweise

Die Sozialpädagogische Familienhilfe soll durch intensive Betreuung und Begleitung Familien in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen, sowie im Kontakt mit Ämtern und Institutionen unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Sie ist in der Regel auf 1 – 2 Jahre angelegt. Die Arbeit findet mit dem gesamten System Familie unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes statt.

Wir gestalten gemeinsam mit den Eltern und Kindern über das ganze Jahr hinweg verschiedene Höhepunkte wie Familientage, Bastel- und Spielnachmittage, Weihnachtsfeiern und kleine Ferienangebote.

Wir arbeiten in interdisziplinären Netzwerken eng mit verschiedenen Professionen (Kinder- und Jugendpsychologen, Ärzten,  Therapeuten, ErzieherInnen, LehrerInnen, Ämtern- und Behörden, sowie Beratungsstellen) zusammen.

Ziel

Unterstützung und Begleitung der Familien, so dass sie ihre Ressourcen wiederentdecken, neu erschließen und erweitern und somit (wieder) zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung kommen.

2. Erziehungsbeistand (EB)

Arbeitsweise

Der Auftrag des Erziehungsbeistandes/ Betreuungshelfers besteht in der Bearbeitung und nach Möglichkeit Klärung konflikthafter Lebenssituationen von Kindern und Jugendlichen sowie in der Unterstützung und Stärkung (der Sozialisationsfähigkeit) der Familien. Dabei wird die Aufrechterhaltung des gewohnten und vertrauten Lebenskreises von Kindern und Jugendlichen in ihren Familien angestrebt. Die Beratung zielt auf eine längerfristige Problemlösung und hat u.a. aufsuchenden Charakter. Betreuungsverlauf und Dauer der Erziehungsbeistandschaft richten sich individuell nach den Bedürfnissen des Kindes/ Jugendlichen.

Wir arbeiten in interdisziplinären Netzwerken eng mit verschiedenen Professionen (Kinder- und Jugendpsychologen, Ärzten,  Therapeuten, ErzieherInnen, LehrerInnen, Ämtern- und Behörden, sowie Beratungsstellen) zusammen.

Ziel

.. ist die Verbesserung der Entwicklung- und Lernchancen der Kinder und Jugendlichen und die Stärkung tragfähiger Familienbeziehungen. Dabei wird die Aufrechterhaltung des gewohnten und vertrauten Lebenskreises der Kinder und Jugendlichen angestrebt.

3. Hilfe für Jugendliche und junge Volljährige /Nachbetreuung

Arbeitsweise

Die Nachbetreuung unterstützt den jungen Menschen bei dem Schritt in ein eigenverantwortliches Leben. Er erhält Hilfe und Beratung bei Konflikten und Problemen und in Fragen seiner Berufsausbildung oder seines Arbeitslebens.

Übersicht

SPFH

Zielgruppe

Familien/ Lebensgemeinschaften mit Kindern und Jugendlichen, deren Selbsthilfepotential aufgrund außer- und innerfamiliärer Faktoren zumindest in Teilbereichen belastet ist und die einen Bedarf an Hilfe zu Erziehung haben.

Rahmenbedingungen

Zentrale Treffpunkte und Anlaufstellen sind die Büros in Kamenz und Hoyerswerda. Die Hilfe selbst findet in der Regel im Haushalt der Familien statt – als aufsuchende Hilfe. Die wöchentlichen Dienstberatungen dienen zur Fallreflexion und dem kollegialen Austausch. Es findet regelmäßig Supervision durch einen externen Supervisor statt.

Rechtsgrundlage

§31 SGB VIII (Sozialpädagogische Familienhilfe)

Erziehungsbeistand

Zielgruppe

Ältere Kinder und Jugendliche und deren Familien, die auf Grund verschiedener Konfliktsituation externe Beratung und Unterstützung benötigen.

Rahmenbedingungen

Zentraler Treffpunkt und Anlaufstelle ist das Büro im Kamenz. Die Hilfe selbst findet in der Regel im elterlichen Haushalt des Kindes bzw. Jugendlichen statt – als aufsuchende Hilfeform. Die wöchentlichen Dienstberatungen dienen der Fallreflexion und dem kollegialen Austausch. Es findet regelmäßig Supervision durch einen externen Supervisor statt.

Rechtsgrundlage

§30 SGB VIII (Erziehungsbeistand)

Hilfe für Jugendliche und junge Volljährige/ Nachbetreuung

Zielgruppe

Jugendliche und junge Volljährige in eigenem Wohnraum erhalten Hilfe und Unterstützung für eine eigenverantwortliche Lebensführung und in ihrer Persönlichkeitsentwicklung.

Rahmenbedingungen

Zentrale Treffpunkte und Anlaufstellen sind die Büros in Kamenz und Hoyerswerda. Die Hilfe selbst findet im Haushalt des Jugendlichen statt – als aufsuchende Hilfeform. Die wöchentlichen Dienstberatungen dienen der Fallreflexion und dem kollegialen Austausch. Es findet regelmäßig Supervision durch einen externen Supervisor statt.

Rechtsgrundlage

§ 30 in Verbindung mit § 41 SGB VIII

Das Team

Das Fachteam bilden Sozialpädagogen und Erzieher mit Zusatzqualifikationen
(Familienhelfer und systemischer Berater).

Regionalbüro Kamenz

Leistungen:

  • SPFH – Sozialpädagogische Familienhilfe
  • Erziehungsbeistand
  • Hilfe für Jugendliche und junge Volljährige/ Nachbetreuung

Regionalbüro Hoyerswerda

Foto: Regionalteam Hoyerswerda

Leistungen:

  • SPFH – sozialpädagogische Familienhilfe
  • Erziehungsbeistand
  • Hilfe für Jugendliche und junge Volljährige/ Nachbetreuung
  • Wir bieten außerdem ein weiterführendes Angebot für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche und deren Familien an, die einer intensiven Unterstützung zur sozialen Integration und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung bedürfen. (§35a SGB VIII i.V.m. §30 SGB VIII)